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Boris Reitschuster: Deutschland auf Abwegen – nichts wie weg?

Archivmeldung vom 15.05.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.05.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić

Immer öfter schreiben mir Leser, dass sie Auswanderungsgedanken haben. Auch ich selbst habe mich in den vergangenen Monaten und vor allem Wochen immer öfter gefragt, ob es nicht Sinn macht, auf Nummer sicher zu gehen – und zu gehen, bevor es zu spät ist. Oft denke ich dabei an die Geschichte. Wie der Eiserne Vorhang Europa teilte. Wie auf der einen Seite von diesem Freiheit herrschte, und die Menschen auf der anderen Seite in Unfreiheit lebten. Dies schreibt der Investigative Journalist Boris Reitschuster.

Reitschuster weiter: "Und ihnen die Propaganda immer vorgaukelte, auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs sei alles so schlimm und schlecht. Immer öfter frage ich mich: Können wir wieder in solch eine Situation kommen? Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich. Besteht die Gefahr, dass gerade wieder ein Vorhang herunter kommt? Diesmal kein eiserner, aber vielleicht ein grüner? Ein öko-sozialistischer? Droht der Tag zu kommen, an dem es zu spät ist, „rüber zu machen“?

Ich habe keine Antworten, nur sehr viele Fragen. Und viele Zweifel. Und ein Blick in die Geschichte lehrt einen Demut. Wie das tragische Schicksal von Ari Leschnikoff zeigt, dem Tenor der legendären Comedian Harmonists. Seine Lebensgeschichte war für mich immer sehr berührend. Auch eine Warnung.

Ich habe mich heute von dem Bericht von Jörg Schneidereit auf meiner Seite inspirieren lassen über seine Reise nach Kroatien – eine Rückkehr in die Freiheit, wie er sie nennt. Und da ich ohnehin ein Visum für Russland habe, buchte ich mir kurzentschlossen einen Flug. Darüber und über vieles mehr spreche ich in meinem neuen Video – das Sie hier sehen.

Und bevor Sie fragen: Ich habe ein Rückflugticket aus Moskau, sogar schon nach wenigen Tagen, für den Mittwoch. Wobei ich nicht ausschließe, dass ich der Versuchung erliege und „verlängere“. In jedem Fall möchte ich Ihnen viel berichten über das Leben in der russischen Hauptstadt, das sich durch Corona kaum verändert hat. Sowohl im Bild als auch im Text. Auf Wiedersehen in Moskau – und hoffentlich auch noch vor meiner Abreise oft hier auf der Seite.


Quelle: Reitschuster

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