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Partyszene jetzt auch auf Erdbeerhof: Massenschlägerei unter Erntehelfern mit drei Schwerverletzten

Archivmeldung vom 04.07.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.07.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen: Indoorspielplatz (Erlaubnis liegt vor), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons / Reitschuster / Eigenes Werk
Bild: Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen: Indoorspielplatz (Erlaubnis liegt vor), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons / Reitschuster / Eigenes Werk

Karls Erdbeerhof in Rövershagen galt bisher als eine Oase der Ruhe, und schönes Ausflugsziel für Familien. Eine deutsche Idylle unweit der Ostsee. „Unser Familienbetrieb wird heute von Robert Dahl in 3.Generation geführt. Dies berichtet der Investigative Journalist Boris Reitschuster auf "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Reitschuster: "Karls Erdbeerhof ist nach seinem Opa Karl benannt. Vor über 99 Jahren verkaufte dieser bereits Obst und Gemüse auf den Wochenmärkten in der Umgebung“, heißt es auf der Webseite des Erdbeerhofes: „Voller Leidenschaft und Liebe baut Robert Dahl seit nunmehr über 25 Jahren – unweit des ursprünglichen Hofes seines Opas – die leckeren Karls Erdbeeren an. Unser Familienbetrieb garantiert seit nunmehr 100 Jahren eine hervorragende Qualität.“ Angeboten werden ein „Erlebnis-Sommer“ und „Erlebnis-Dörfer“.

Ein „Erlebnis“ gab es auch am Freitagabend. Freilich ganz anders, als sich die Betreiber das wohl wünschen. Denn jetzt kommen Schlagzeilen aus Rövershagen, die so gar nicht zu dem idyllischen Eindruck passen. „Polizeieinsatz wegen einer brutalen Massenschlägerei unter Erntehelfern auf dem Gelände von Karls Erdbeerhof bei Rostock. Rund 100 Beteiligte, drei Schwerverletzte, zwei Festnahmen“, titelt die Magdeburger Volksstimme.

Weiter heißt es im Bericht der Zeitung: „Etwa einhundert Männer sind bei einer Massenschlägerei auf dem Gelände des beliebten Erlebnishofes in Rövershagen bei Rostock brutal aufeinander losgegangen. Laut Polizei begann die Auseinandersetzung in den Mitarbeiterunterkünften des regionalen Arbeitgebers.“

„Dabei geriet eine größere Gruppe ukrainischer Mitarbeiter mit einer Gruppe Rumänen in Streitigkeiten“, teilt die Polizei mit – was fast schon ungewöhnlich ist, denn normalerweise dürfen die Nationalitäten der Beteiligten in solchen Fällen ja nicht (mehr) genannt werden. Im Laufe der Streitereien, so die Polizei weiter, hätten am Freitagabend drei Rumänen die Ukrainer mit gefährlichen Gegenständen attackiert. Drei Personen wurden verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Zwei von drei Tatverdächtigen konnten ermittelt werden. Sie wurden vorläufig festgenommen. Die Volksstimme schreibt weiter: „Weshalb es zur Eskalation der Gewalt kam, ist derzeit noch unklar. Zunächst hieß es, dass sich der Streit wegen einer Nichtigkeit hochgeschaukelt habe. Auch welche gefährlichen Gegenstände zum Einsatz kamen, blieb unklar.“ Es wird jetzt wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs und der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

Die Beschwichtiger werden sagen, das habe es schon immer gegeben.

Massenschlägereien gehören zu Deutschland.

Menschen wie mich, die sich nicht daran erinnern können, dass es ständig Nachrichten von Massenschlägereien mit Schwerverletzten gegeben hat, und dass man früher eher selten von einer prügelnden „Partyszene“ hörte, nennt man heute „rechts“. Oder „rechtsradikal“. Auch wenn sie aus dem sozialdemokratischen Milieu stammen.

Aber niemand darf mit Erinnerungen die „schöne neue Welt“ stören. Laut Google News berichten denn auch neben der Volksstimme nur zwei weitere Zeitungen von der Massenschlägerei. Ein Leser war erfolgreicher und fand zehn Quellen. Das ist immer noch ein winziger Bruchteil unserer Medien. Die Kollegen retten wohl lieber das Klima."

Quelle: Reitschuster

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