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Weil Impfpässe für Kinder fehlten: Mutter musste zurück in den Krieg

Freigeschaltet am 13.05.2022 um 13:44 durch Sanjo Babić
Bild: Screenshot/Bild/Reitschuster/Eigenes Werk
Bild: Screenshot/Bild/Reitschuster/Eigenes Werk

Was ist nur los in unserem Land, und wo kommt dieser Fanatismus her, den wir in den Corona-Zeiten erleb(t)en? Und der offenbar sehr vielen gar nicht mehr auffällt. Jedenfalls den Kollegen von der Bild-Zeitung. Darüber berichtet der Investigative Journalist Boris Reitschuster auf "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Reitschuster: "Die haben am Montag einen Artikel veröffentlicht unter der Überschrift: „Für 50 Euro von Berlin nach Kiew – Mit dem Flixbus in den Krieg.“ Schon bei der Unterschrift unter dem Titelbild, das eine Frau in besten Jahren vor einem giftgrünen Flixbus zeigt, kam ich ins Stutzen. Da steht: „Ksenia (39) musste ihre Heimat verlassen – und kehrte nach Kiew zurück, um Impfpässe zu holen“. Wie bitte – in der Überschrift ist die Rede von einer Reise in den Krieg, und in der nächsten Zeile davon, dass diese nötig war, um die Impfung nachzuweisen. Habe ich mich verlesen?

Ich suchte weiter in dem Artikel, der hinter einer Zahlschranke steht. Und wurde fündig. Und alles wurde noch schlimmer. Da steht tatsächlich: „Ksenia, lange rote Locken, wacher Blick, fährt zurück nach Berlin. Da ist sie hingeflohen mit ihren beiden Kindern (12 und 15)….Sie kehrte nach der Hals-über-Kopf-Flucht für ein paar Tage nach Kiew zurück, um ihre Wohnung, ihre Wochenendhäuschen, ihren Telefonvertrag ordentlich aufzulösen. Und um die Impfzertifikate ihrer Kinder zu holen, die forderte ein Berliner Lehrer. In der Ukraine gäbe es bis auf Weiteres nur Online-Kurse für Schüler, sagt sie. Sie will das ihre Kinder eine vernünftige Bildung bekommen und sicher sind.“

Wie bitte? Eine Familie flüchtet vor dem Krieg, lässt dabei die Impfpässe zurück – und ein Berliner Lehrer verweigert den ohnehin durch die Flucht und den Verlust der vertrauten Umgebung traumatisierten Kindern das, was sie mit am nötigsten brauchen – den direkten Umgang mit anderen Kindern. Damit diese „eine vernünftige Bildung bekommen und sicher sind“, muss die Mutter zurück in den Krieg? In Kiew gibt es zwar keine akuten Kampfhandlungen mehr, aber immer noch besteht die Gefahr von Bombeneinschlägen, gibt es regelmäßig Luftangriffe. Auch der Weg in die Hauptstadt ist nicht frei von Risiken.

Mir fehlen schlicht die Worte. Das ist „German Angst“ in ihrer schlimmsten, unschönsten Form. Wo doch bewiesen ist, dass Kinder keine Treiber der Pandemie sind, und dass die Impfung eben keinen wirklich umfassenden Schutz vor Ansteckung bietet. Und wo die Pandemie nach Ansicht kritischer Experten längst vorbei ist. In solchen Momenten schäme ich mich für mein Land."

Quelle: Reitschuster

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