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Bis zu 29 Prozent der Corona-Toten starben nicht an Corona: Regierung will Zahlen jedoch nicht offenlegen

Archivmeldung vom 18.01.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.01.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Shutterstock (Symbolbild) /Reitschuster / Eigenes Werk
Bild: Shutterstock (Symbolbild) /Reitschuster / Eigenes Werk

Der Verdacht steht schon lange im Raum, jetzt ist er quasi amtlich: „Viele Verstorbene, die in den offiziellen Statistiken als Corona-Tote gezählt werden, sind nicht an Corona gestorben“, schreibt jetzt die BILD, seit dem Weggang ihres kritischen Chefredakteurs Julian Reichelt jeglicher „überzogener“ Kritik an der Bundesregierung und ihrer Corona-Politik unverdächtig. Dies berichtet der Investigative Journalist Boris Reitschuster auf "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Reitschuster: "In dem Blatt heißt es: „Eine Bild-Umfrage bei den Gesundheitsministerien der Länder ergibt zum Teil deutliche Abweichungen. Besonders hoch war die Anzahl der Verstorbenen, die nicht am Virus starben, aber als Corona-Tote vermeldet wurden, in Sachsen-Anhalt.“

Leider steht dieser so brisante Artikel in der BILD hinter einer Bezahlschranke.

Seit 1. Dezember 2021 wurden in Sachsen-Anhalt dem Bericht zufolge 1.455 Corona-Tote gemeldet: „Davon verstarben 935 (64 Prozent) wegen der Corona-Erkrankung. Aber 420 (29 Prozent) verstarben nicht an Corona. Bei 94 (sechs Prozent) ist die Todesursache unbekannt.“

All diese Fälle gingen aber dennoch als Corona-Tote in die Statistik ein, schreibt die Zeitung.

In Bayern betrug der offizielle Anteil der nicht an Corona verstorbenen Corona-Toten elf Prozent (plus fünf Prozent unbekannte Todesursache), in Rheinland-Pfalz 17 Prozent, in Niedersachen zehn Prozent (plus zwölf Prozent unbekannte Todesursache), in Hessen sieben Prozent (plus 18 Prozent unbekannte Todesursache),

Einige Bundesländer wie Hamburg und Thüringen machten laut BILD die Angabe, dass sie nicht unterscheiden zwischen AN und MIT Corona Verstorbenen. Oder dass sie keine entsprechenden Daten hätten.

Die BILD schreibt weiter: „Das Robert-Koch-Institut (RKI) erklärte auf BILD-Anfrage nicht, wie viele der 115 337 Verstorbenen, die seit Pandemie-Beginn als Corona-Tote gemeldet wurden, tatsächlich AN Corona vestorben sind.“

Gegenüber der BILD erklärte das RKI nun, Corona sei „bei einem Großteil“ dieser Todesfälle die Todesursache.

Auch ich hatte auf der Bundespressekonferenz am Mittwoch letzter Woche zu der Deklaration von Patienten gefragt: „Mehr als die Hälfte der als Coronafälle deklarierten Patienten befinde sich nicht aufgrund von Corona in stationärer Behandlung, schreibt die BILD-Zeitung unter Berufung auf die Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder. Trifft das zu? Wenn nicht, wie sind Ihre Zahlen?“

Darauf Lauterbach-Sprecher Hanno Kautz: „Ich kommentiere Artikel der BILD-Zeitung nicht, auch dann nicht, wenn Herr Reitschuster sie zitiert.“

Ich hakte nach: „Ich bat nicht um einen Kommentar des BILD-Artikels, sondern um die Zahlen des Gesundheitsministeriums. Wie viele der als Coronafälle deklarierten Patienten befinden sich nicht aufgrund von Corona in stationärer Behandlung?“

Darauf Kautz: „Diese Zahlen stehen im Wochenbericht des RKI. Das weiß auch Herr Reitschuster, und das kann er nachgucken.“

Dort stehen diese Daten aber nicht. Ich schrieb an das RKI: „Herr Kautz antwortete heute auf der Bundespressekonferenz auf meine Frage ‚Wie viele der als ‚Corona‘-Fälle deklarierten Patienten befinden sich nicht aufgrund von ‚Corona‘ in stationärer Behandlung?‘, diese Zahl finde sich im Wochenbericht des RKI. Leider kann ich die Zahl dort nicht finden. Könnten Sie mir die Zahl nennen und sagen, wo genau ich sie im Wochenbericht finde?“

Ich bekam folgende Antwort vom RKI: „Dazu finden Sie Erläuterungen in den Antworten auf häufig gestellte Fragen, www.rki.de/covid-19-faq, dort die vierte Frage „Wie wird die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz berechnet und was ist bei der Bewertung zu berücksichtigen?“

An der Stelle finden sich aber keine Zahlen.

Eine Rückfrage dazu auf der Bundespressekonferenz von mir über das Online-Tool wurde nicht verlesen. Die ignorierte Rückfrage lautete wie folgt: „Am Mittwoch [12.1.2022] fragte ich Sie, wie viele der als „Corona“-Fälle deklarierten Patienten sich nicht aufgrund von ‚Corona‘ in stationärer Behandlung befinden. Sie sagten, diese Zahlen stünden im RKI-Wochenbericht. Da ich sie dort nicht fand, fragte ich das RKI. Das nannte mir keine Zahlen, gab nur eine allgemeine Auskunft und Hinweis auf die FAQs. Warum erhebt das RKI als Ihre Behörde diese Zahlen nicht?“

Über das Mauern des Gesundheitsministeriums und des RKI kann sich jeder seine eigene Meinung bilden.

Wichtiger Hinweis: Berichte wie dieser sind immer auch durch die Sichtweise des Autors subjektiv gefärbt. Ich bitte daher meine Leser wie immer, sich auch aus anderen Quellen mit anderer Herangehensweise zu informieren, um dann in Kenntnis verschiedener Sichtweisen selbst ein Urteil zu fällen."

Quelle: Reitschuster

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