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Leibfotografen für 400.000 Euro: Wie Habeck Hof hält

Freigeschaltet am 21.11.2022 um 13:16 durch Sanjo Babić
Robert Habeck (2018), Archivbild
Robert Habeck (2018), Archivbild

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Vom Thron des Umfragen-Lieblings ist er längst gestürzt, dank ungeschickter Aussagen und demonstrierter Ahnungslosigkeit. Jetzt soll es ein Leibfotograf für den Grünen-Vizekanzler Robert Habeck richten. Dies berichtet der Investigative Journalist Boris Reitschuster auf "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Reitschuster: „Nun sucht sein Ministerium per Rahmenvereinbarung für den Grauschopf einen eigenen Promi-Fotografen wie einst bei Hofe“, schreibt die „Bild“: Bis zu vier Jahre Vertragslaufzeit, rund 400 000 Euro Volumen (Steuergeld!). Aufgabe: fotografische Ministerbegleitungen „sowohl bei Auslandsreisen, Inlandsreisen, aber auch bei Terminen in Berlin“. Unter Punkt 3.3 der Ausschreibung wird dann noch folgender Nebenzweck genannt, der es in sich hat: „Auftragsfotografie für die Öffentlichkeitsarbeit des Ministeriums“.

Wie bitte? Unser Land ist in seiner größten Wirtschaftskrise, Habeck mischt sich selbst in die Duschgewohnheiten der Bürger ein („Sparen!“) – und er selbst lässt eben mal auf Kosten der Steuerzahler einen Leibfotografen suchen für schlappe 400.000 Euro? Während Finanzminister Christian Lindner (FDP) seine Prunk-Hochzeit mitten in der Krise wenigstens noch selbst bezahlt hat – instinktlos genug, aber korrekt – lässt sich Habeck seinen PR-Luxus vom Staat finanzieren. Wo bitte soll die genaue Grenze sein zwischen der „Öffentlichkeitsarbeit des Ministeriums“, für das der Fotograf engagiert wird, und persönlicher Werbung für Habeck und damit auch für die Grünen?

Die Causa zeigt, wie weit sich die politische Klasse von der Lebensrealität der einfachen Bürger abgeklemmt hat. Wie kann jemand, der gerade erst zum Sparen durch Duschverzicht aufgerufen hat, sonst 400.000 Euro für ein eigenes Image ausgeben? Habeck versteht offenbar nicht, wie das beim Bäckermeister ankommt, der ums Überleben seines kleinen Betriebes zittert (aber laut Habeck ja trotz Schließung nicht bankrott wäre). Oder bei einer Alleinerziehenden, der durch die heftig gestiegenen Energie-Preise das ohnehin sehr knappe Geld nicht mehr reicht?

Aber sein Image geht dem Minister offenbar über alles. Oft vermittelt er den Eindruck, als halte er sich für Gottes Geschenk an die Menschheit und insbesondere deren weiblichen Teil. „Buch-Autor und Grünen-Kerl Habeck hat sein Image über Jahre gepflegt“, schreibt die „Bild“: „Im ‘Literarischen Quartett‘, unter schnuppernden Naturschutz-Pferden (‘so dicht an Magie‘), zwischen Wattenmeer und ‘Sternstunde Philosophie‘, im Schneidersitz im Sylter Sand, mit geschlossenen Augen in der leeren S-Bahn, beim Suhrkamp-Schmökern und beim Haareschneiden daheim – eine Mischung aus Flachland-Trenker und Water-Kant.“ Schön beschrieben!

Hof-Fotografie statt Journalismus

Zynisch, ja wie eine Ohrfeige für den Steuerzahler klingt die Begründung des Ministeriums für den Fotografen-Luxus: Man habe die Pflicht, „die Bürgerinnen und Bürger transparent über ihre Arbeit und Termine zu informieren“. Wie bitte? Reicht dazu das Heer von Journalisten nicht aus? Von denen ein großer Teil per Zwangsgebühren finanziert wird? Die GEZ-Journalisten der unterschiedlichsten Anstalten treten ja zuweilen sogar dutzendweise bei Politiker-Terminen auf. Aber da lässt sich natürlich nicht ganz so gut kontrollieren, was gezeigt wird. Und man kann dann nicht wunderbar gestellte Bilder veröffentlichen wie kürzlich Scholz-Sprecher Steffen Hebestreit vom G-20-Gipfel in Bali. Das Bild, welches er dort von seinem Chef aufnahm und das auf zahlreichen Titelseiten landete, zeigt die Staatsmänner der Welt, wie sie aufblicken zu einem ernsten Scholz, wie Kinder in der Schule ratsuchend auf ihren Lehrer. Inszenierte Realität, die unterschwellig die passenden Botschaften als Wahlvolk vermittelt. Bezahlt via Steuergelder von eben diesem Wahlvolk.

„Das Habeck-Ministerium legt Wert darauf, dass es schon früher (2015–2018) einen solchen Foto-Vertrag gab“, schreibt die „Bild“. Und verweist auf den Foto-Hofstaat anderswo: „Des Kanzlers Bundespresseamt meldet vier feste Fotografen, bucht nach Bedarf dazu. Das Entwicklungsministerium: ähnlich wie Habeck (4 Jahre/390 000 Euro – ‘meist nicht ausgeschöpft‘). Das Gesundheitsministerium bucht selten Fotografen (‘bei Bedarf‘). Gut hat‘s die Verteidigungsministerin: Bei ihr gibt‘s ein Heer an Foto-Soldaten. Ganz bescheiden dagegen: Bauministerin Klara Geywitz (46, SPD) mit einem Foto-Vertrag (August 2022 bis Ende 2023) für gerade mal 20 865 Euro…“

Kanzlerin Merkel hatte ja auch ihre eigene Stylistin – weshalb sie selbst dann noch mit gut sitzender Frisur vor die Kamera treten konnte, als Normalsterbliche wegen des Lockdowns und der Friseur-Schließungen oft notgedrungen daher kamen wie gerupfte Hühner."


Quelle: Reitschuster

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