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Lauterbach stellt sich sogar gegen die EU – beim Thema Masken

Archivmeldung vom 16.05.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.05.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Boris Reitschuster / Eigenes Werk
Bild: Boris Reitschuster / Eigenes Werk

Kleinen Kindern wird nachgesagt, sie würden im Falle einer Gefahr einfach die Augen zumachen und sich dann der Illusion hingeben, die Gefahr sei weg. Überträgt man das auf Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), kann man es gleich in zweierlei Hinsicht anwenden. Dies berichtet der Investigative Journalist Boris Reitschuster auf "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Reitschuster: "Zum einen dahingehend, dass für Lauterbach ein Ende von Corona eine Gefahr wäre – und er einfach die Augen zumacht, um nicht zu sehen, dass das Thema gegessen ist, das ihn vom fast in Vergessenheit geratenen Hinterbänkler zu einem beinahe allgegenwärtigen Minister gemacht hat. Man könnte die Sache auch so interpretieren, dass Lauterbach statt vor der Angst vor dem Ende der Angst die Augen verschließt. Letztlich kommt es auf das gleiche heraus.

Das jüngste Beispiel – in dem nun dank dem Minister und seiner Angst Millionen Menschen weiter mit Masken leiden müssen: Obwohl die EU empfiehlt, die Pflicht zum Tragen von Masken in Flugzeugen ab Montag zu beenden, brät die Bundesrepublik eine Sonderwurst. Verantwortlich dafür: Das Bundesgesundheitsministerium und sein Chef, die „Corona-Heulboje“ (Zitat Oskar Lafontaine) Lauterbach. Das Ministerium teilt mit, dass es die Empfehlung nicht umsetzen werde. Mit anderen Worten: Sämtliche Passagiere, die von Deutschland aus oder nach Deutschland fliegen, müssen weiter vom Einstieg an den ganzen Flug über eine FFP2- oder eine medizinische Maske tragen. Ausnahmen gelten nur beim Essen und Trinken und für Kinder unter sechs Jahren.

Deutschlands Sonderweg vergewaltigt die Logik. Sind Corona-Viren in Flügen, die nicht in Deutschland starten oder landen weniger gefährlich? Oder halten sie sich während des Essens und Trinkens mit der Ansteckung zurück? Wieder einmal schauen die Menschen in anderen Staaten ohne Panik-Prediger wie Lauterbach, in denen die Masken längst Vergangenheit sind (und für viele auch nie richtig Gegenwart wurden), verwundert auf die Bundesrepublik und reiben sich die Augen.

Um den Panikmodus nicht zu verlassen, quadriert Lauterbach den Kreis: Die weiter bestehende Maskenpflicht entspreche auch den neuen EU-Empfehlungen, lässt sein Ministerium wissen. Wie bitte? Sowohl die Luftsicherheitsagentur EASA als auch die EU-Gesundheitsbehörde ECDC empfehlen ab Montag, sowohl in Flughäfen als auch in Flugzeugen keine Maske mehr zu tragen. Die einzige Ausnahme laut der Empfehlung: Wenn am Abflug- oder Zielort eine Maskenpflicht im Verkehr besteht, könne diese aber weiter auch in Maschinen gelten.

Man muss sich vergegenwärtigen, wie hier die Logik vergewaltigt wird: Es gibt eine Ausnahme für Länder, die die Maskenpflicht beibehalten – und Lauterbach begründet den deutschen Sonderweg eben mit dieser Regelung. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Doch es kommt noch dicker. Die Lufthanse teilt ganz offiziell mit, dass sie für ein Ende der Maskenpflicht an Bord ist. Für Wolf Kindt, Sprecher des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), ist es ebenfalls „nicht nachvollziehbar, warum die Verpflichtung zum Maskentragen ausgerechnet im Flugzeug weiterhin gilt“. Flugzeuge seien „mit sehr leistungsfähigen Lüftungssystemen ausgestattet, die die Kabinenluft alle zwei bis drei Minuten austauschen“, sagte Kindt dem Spiegel, der seinen Beitrag leider hinter einer Bezahlschranke versteckt. Daneben werde die Luft durch hochwirksame Schwebstofffilter (HEPA-Filter) gereinigt, so der Sprecher laut dem Blatt: Sie seien in der Lage, Viren, Bakterien und andere Schwebstoffe sehr zuverlässig aus der Luft zu filtern: „Das Ansteckungsrisiko in Flugzeugen ist daher gering, insbesondere im Vergleich zu den meisten anderen Lebens- und Arbeitsbereichen, in denen die Maskenpflicht bereits aufgehoben wurde“.

Aber wo kämen wir hin, wenn für Lauterbach und seine Anhänger solche logischen Argumente etwas zu sagen hätten. Deutschland verharrt stattdessen weiter im Corona-Mittelalter, statt den Weg anderer, aufgeklärterer Staaten zu gehen. Auch jetzt noch, in der Nach-Corona-Zeit, müssen Passagiere vollständig geimpft, genesen oder getestet sein – während viele anderen Länder keinerlei solche Regelungen mehr vorsehen. Die bundesweite Maskenpflicht in Flugzeugen und Fernzügen ist im Infektionsschutzgesetz sogar bis 23. September festgelegt. German Angst in Reinkultur, angestachelt von einem Gesundheitsminister, der die eigene Angst ganz offensichtlich nicht in den Griff bekommt und dafür bereit ist, die Realität zurechtzurücken."

Quelle: Reitschuster

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