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Wie das Gesundheitsministerium in einem Nebensatz das Corona-Narrativ ins Wanken bringt

Archivmeldung vom 12.10.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.10.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: eroxx/Shutterstock/Reitschuster/Eigenes Werk
Bild: eroxx/Shutterstock/Reitschuster/Eigenes Werk

Wie geht es Ihnen? Aus der ganzen Corona-Berichterstattung der großen Medien und Aussagen der Regierung in den vergangenen anderthalb Jahren hat sich bei mir der Eindruck verfestigt, dass nach deren Lesart auf den Intensivstationen der Krankenhäuser zumindest zeitweise der Anteil der Covid-19-Patienten ausgesprochen hoch war. Genau dieser Faktor, so zumindest mein subjektiver Eindruck, spielte in den Begründungen für den Lockdown und die Corona-Maßnahmen die zentrale Rolle. Dies berichtet der Investigative Journalist Boris Reitschuster auf "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Reitschuster: "Ja, ich weiß, die Faktenfinder werden nun irgendwo irgendwelche Artikel finden, in denen schon früher alles ganz anders dargestellt wurde. Aber mir geht es um das generelle Narrativ, also den Eindruck, der bei den meisten Menschen erweckt wurde.

Umso erstaunter war ich gestern, als auf der Bundespressekonferenz Parissa Hajeba, Sprecherin von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), in einer Reaktion auf meine Frage zwar diese in meinen Augen gänzlich unbeantwortet ließ – dafür aber in einem Nebensatz eine Zahl nannte, die mich elektrisierte – und die in meinen Augen das gesamte Corona-Narrativ der Bundesregierung ins Wanken bringt. 

Hier zunächst meine Frage – ein Thema für sich: „Laut Leibniz-Gutachten für das Bundesgesundheitsministerium waren rund 290.000 Coronafälle im Krankenhaus rein klinische Diagnosen ohne Test. Warum wurde in so vielen Fällen nicht getestet?

Hajebis Antwort: „Auch diese Diskussion hatten wir hier in der Regierungspressekonferenz schon öfter. Ich kann sagen, dass zu keinem Zeitpunkt mehr als 25 Prozent der Intensivbetten mit COVID-19-Patienten belegt waren. Das ist der hohen Zahl von Intensivbetten zu verdanken. Für das Jahr 2020 kommt der Bericht der Wissenschaft für den Beirat zu dem Ergebnis, dass der Anteil der intensivmedizinischen Behandlungen im Zusammenhang mit COVID-19 bei 21,1 Prozent lag.“

Wie bitte? In meinen Augen beißt sich das völlig mit dem Eindruck, der in der Öffentlichkeit all die Zeit über erweckt wurde. Und besonders merkwürdig ist die Art und Weise, wie es vermittelt wird. Dass es in einzelnen Intensivstationen zeitweise zu Überlastungen gekommen ist, daran gibt es keine Zweifel. Das gab es aber auch schon vor Corona. Und kritische Mediziner sagen, dies sei auch in gut funktionierenden Gesundheitssystemen nicht immer zu vermeiden.

Auf meine eigentliche Frage ging Hajebi nicht ein – aber dazu später mehr.

Dass im Jahresschnitt weniger als vier Prozent aller Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt waren, darüber habe ich hier ja bereits berichtet. Verfechter der harten Corona-Politik hielten bislang dagegen, damit seien aber die Spitzen-Belastungen nicht erfasst. Was wird nun aus diesem Argument, wenn laut Hajebi auch in den Spitzenzeiten nie mehr als 25 Prozent der Intensiv-Patienten Covid-19 hatten? 

Eine befreundete Ärztin schrieb mir zu dem Thema: „Aber selbst diese Prozent-Angabe ist natürlich Augenwischerei. Wegen Personalmangel ist die Bettenzahl in der Regel immer reduziert, wenn bei einer 20-Betten-Station nur 10 Intensivbetten In Betrieb sind, ist die Belegung mit Corona-Patienten natürlich prozentual entsprechend höher….“

Sehen Sie sich hier meinen Video-Bericht von der Bundespressekonferenz an – heute wegen der Zensur auf YouTube auf den zensurfreien Plattformen  Rumble und Odyssee."

Quelle: Reitschuster

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