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RKI-Wochenbericht: Erstmals mehr Geimpfte erkrankt

Archivmeldung vom 02.04.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.04.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Postmodern Studio / Shutterstock.com / Reitschuster / Eigenes Werk
Bild: Postmodern Studio / Shutterstock.com / Reitschuster / Eigenes Werk

Die Impfpflicht wackelt. Meldungen, wonach die Impfpflicht ab 18 abgeblasen sei, werden zwar noch von den Hardlinern dementiert, allerdings stehen die Chancen für den Gesetzesentwurf der Ampel inzwischen schlecht. Die berichtet Mario Martin auf dem Portal "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Martin: "Es gibt Anzeichen, die Impfpflicht ab 18 zugunsten der Impfpflicht ab 50 fallenzulassen:

Symptomatische Fälle nach Impfstatus

Schützenhilfe erhalten die Kritiker jetzt auch noch vom RKI. Im am 31. März veröffentlichen RKI-Wochenbericht zeichnet sich ein interessantes Bild: Seit Beginn der Erhebung der Daten zu symptomatischen Fällen nach Impfstatus weisen die Nicht-Geimpften in der Altersgruppe 18 bis 59 Jahre eine geringere Inzidenz auf als die doppelt Geimpften und die Geboosterten.

Bild: Boris Reitschuster / Eigenes Werk

Quelle: RKI-Lagebericht vom 31. März 2022

Da die Daten pro 100.000 Einwohner ausgewiesen sind, spielt die Impfquote hier keine Rolle. Was jedoch ins Gewicht fallen sollte, ist die Tendenz, wonach sich Nicht-Geimpfte öfter testen lassen müssen, da sie bestimmte Einrichtungen nur mit negativem Test betreten dürfen, während die Geimpften ohne Test auskommen. Die Daten sind also womöglich auch noch zu Ungunsten der Nicht-Geimpften verzerrt.

Bei Betrachtung der absoluten Zahlen muss die Impfquote mit bedacht werden. Allerdings ergibt sich auch aus diesen Werten keine Argumentationsbasis, die in irgendeiner Weise als Argument für die Einführung der Impfpflicht dienen könnte.

Ebenfalls sind in dieser Tabelle die geringen Werte für ernste Erkrankungen bei jungen Menschen bemerkenswert. In den Kategorien “Auf Intensivstation betreut” und “Verstorben” fehlen Kinder und Jugendliche fast vollständig. Trotzdem macht Gesundheitsminister Karl Lauterbach weiter Werbung für die Impfung von Kindern. Die Impfung würde die Hospitalisierung von Kindern mit “Omicron” bedeuten senken:

Anzahl und Anteil der Patienten nach Impfstatus

Die nächste Tabelle zeigt die Anzahl der nach Impfstatus behandelten Patienten des letzten Monats. Der Datenstand ist der 29. März. Hier spielt die Impfquote wieder eine Rolle und sollte bedacht werden. Der Anteil der Grundimmunisierten beträgt laut Impfdashboard derzeit 83,3 Prozent, und 62,5 Prozent haben den Booster erhalten.

Bild: Boris Reitschuster / Eigenes Werk

Quelle: RKI-Lagebericht vom 31. März 2022

Addieren wir die Anzahl der Geimpften und Geboosterten zusammen und bilden den Anteil an der jeweiligen Gruppe, ergeben sich folgende Werte für die Gruppe der 18- bis 59-Jährigen:

Symptomatische Fälle: 149.466 + 57.874 = 207.340 / 261.059 = 79,5 Prozent
Hospitalisierte Fälle: 543 + 323 = 866 / 1319 = 65,6 Prozent
Intensivmedizinisch versorgte Fälle: 2 + 4 = 6 / 11 = 54,5 Prozent

Somit liegt der Anteil der symptomatischen Covid-Patienten nur knapp unter der Impfquote. Die Impfung scheint also hier kaum einen Unterschied zu machen. Nur tragen die Geimpften zusätzlich das Risiko der Impf-Nebenwirkungen.

Hospitalisierungsinzidenzen nach Impfstatus

Bei den hospitalisierten Patienten nach Impfstatus zeigt sich jedoch in den Daten des RKI weiterhin ein positiver Effekt der Impfung. Die Nicht-Geimpften liegen hier noch oberhalb der beiden anderen Gruppen. Der Abstand wird jedoch immer knapper.

Bild: Boris Reitschuster / Eigenes Werk

Quelle: RKI-Lagebericht vom 31. März 2022

Quelle: Reitschuster

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