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Blinddarm oder nicht?

von Thorsten Schmittveröffentlicht 19.01.2008 13:38
Bilder Nicht der Blinddarm selbst, sondern der Wurmfortsatz, ein Anhängsel an seiner Rückseite, ist bei einer Entzündung betroffen. Grafik: obs/HausArzt-PatientenMagazin
Nicht der Blinddarm selbst, sondern der Wurmfortsatz, ein Anhängsel an seiner Rückseite, ist bei einer Entzündung betroffen. Grafik: obs/HausArzt-PatientenMagazin
Bauchschmerzen sind bei Kindern keine Seltenheit: Im Schnitt klagt ein Kind 20 bis 25 Mal im Jahr über solche Beschwerden. Doch wie unterscheidet man harmloses Bauchgrimmen von einer Entzündung des Blinddarms oder genauer: seines Wurmfortsatzes?

Wie das "HausArzt-PatientenMagazin" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, treten Blinddarmentzündungen erst bei Kindern ab dem Einschulungsalter häufiger auf. Die Beschwerden machen sich laut Dr. Ulrich Hofmann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie, typischerweise zunächst um den Nabel herum bemerkbar, obwohl der Blinddarm im rechten Unterbauch liegt. Erst später verschiebt sich der Schmerz nach rechts unten und steigert sich beim Druck auf die Bauchdecke. Weitere Anzeichen: Den Kindern ist übel, sie übergeben sich, wirken eingefallen und haben einen weißen Belag auf der Zunge. Untrüglich sind all diese Zeichen jedoch nicht, so Hofmann. Bei einem Verdacht sollten Eltern ihr Kind zum Arzt bringen. Denn: "Je früher ein entzündeter Blinddarm entfernt wird, desto schneller verläuft die Genesung", erklärt der Mediziner. "Gewöhnlich verlässt ein Kind vier bis fünf Tage nach der Operation - bei einem Blinddarmdurchbruch nach sieben Tagen - die Klinik und nimmt nach zwei Wochen wieder am Schulunterricht teil." In puncto Schmerzen und Genesungsdauer spielt es übrigens keine Rolle, ob der Eingriff per Bauchspiegelung ("Schlüssellochtechnik") oder offen erfolgt. Denn laut dem Patientenmagazin unterscheiden sich die beiden Methoden nur minimal in Narbenlänge und -zahl.

Quelle: Wort und Bild "HausArzt-PatientenMagazin"

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