Im Land der Angst
Die Sendung "Land of Fear" soll den Voyeurismus der Fernsehzuschauer befriedigen und für traumhafte Einschaltquoten sorgen. Die Rechnung scheint auch aufzugehen bis zu dem Moment, in dem der Kontakt zu dem Haus komplett abbricht und auch keine Bilder mehr übertragen werden. Ein Desaster für den Sender. Die Insassen des Hauses lernen jedoch erst jetzt was es wirklich heißt Angst zu haben. Unter ihnen ist ein Mörder, der einen nach dem anderen kaltblütig und ohne Gnade umbringt. Misstrauen und Zwietracht macht sich unter den Bewohnern breit und die Stimmung wird zusehends aggressiver.
Als Techniker des Fernsehsenders den Fehler im System gefunden haben und die Bildübertragung wieder läuft, zeigt sich das wahre Ausmaß der Katastrophe: Es gibt nur eine Überlebende. Alle anderen Bewohner sind tot. Für die Justiz ist schnell klar, dass es sich bei der Überlebenden um die Mörderin handelt und verurteilen sie zum Tode. Einzig der Polizist Malcom Dread entdeckt Ungereimtheiten und so beginnt ein mörderischer Wettlauf mit der Zeit.
Das zweite Buch von Ingo Blisse beweist, dass auch deutsche Autoren sehr gute und spannende Thriller schreiben können. Äußerst schön hat der Autor auch die Hintergrundinformationen der Charaktere in die Handlung mit einfließen lassen. Im Land der Angst hält den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in Atem und wird ihn nicht so schnell loslassen. Achtung: Das Lesen dieses Buches kann den Pulsschlag erhöhen!

