CD Rezension Amy MacDonald „This is the life“
Amy Mac Donalds Stimme klingt angenehm warm und erinnert etwas an Tanita Tikaram, wobei ihre Treffsicherheit hinsichtlich der Töne ungleich größer ist. Leider erschöpfen sich hier schon die positiven Aspekte der CD.
Spätestens nach dem vierten Titel macht sich allmählich Langeweile breit. Zu gleichförmig ist die Machart sämtlicher Stücke. Selbst vor dem Selbstplagiat wird nicht zurück geschreckt.
Zugegebenermaßen tun das andere auch, aber die verteilen die Kopien über mehrere Alben. Im Großen und Ganzen wird man mit dem typisch britischen Schrammelrock konfrontiert, wie er uns seit Mitte der achtziger Jahre von Bands wie Housemartins oder The Smiths aus dem Vereinigten Königreich geliefert wird. Es ist mehr als fraglich, ob dieser Ruch von „Working-Class- Hero“, der in dieser Musik mitschwingt, überhaupt noch in irgend einer Weise zeitgemäß ist.
Wenn man auch noch so sehr nach einer echt eigenständigen Idee sucht, man wird beim besten Willen nicht fündig. Da hilft auch der Verweis MacDonalds auf die Verehrung für die schottische Band „Travis“ nicht weiter, da man in diesem Fall schon nicht mehr von Einfluss reden kann, sondern von Abkupfern.
Produktionstechnisch wurde versucht, der vorherrschenden Redundanz durch Einsatz von Streicherteppichen entgegenzuwirken, was aber durch die Häufigkeit des Gebrauchs nicht den gewünschten Effekt bringt.
Fazit:
Ganz nett, aber hätte nicht sein müssen. Die CD ist vielleicht als Hintergrundbeschallung ganz OK, eine wirklich intensive Beschäftigung mit dem Album lohnt aber nicht.
