Vortrag - „Gentechnik in Lebensmitteln - Ein Großversuch mit Verbrauchern und Umwelt“
| Was | Vortrag |
|---|---|
| Wann |
13.03.2008 von 19:30 bis 22:00 |
| Wo | München |
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Genmanipulierte Lebensmittel drängen auf den Markt, obwohl sie von der überwältigenden Mehrheit der Verbraucher abgelehnt werden. Besonders über Fleisch-, Milch- und Eierprodukte von mit Gen-Pflanzen gefütterten Tieren landet Gentechnik derzeit auf unseren Tellern. Nach dem Willen der Agro-Industrie sollen nach Gen-Soja, -Mais und -Raps weitere Gen-Pflanzen folgen.
Nun hat der neue Bundesverbraucherminister Horst Seehofer angekündigt,
den Anbau von Gen-Pflanzen in Deutschland erleichtern zu wollen.
Seehofer verrät damit nicht nur die Verbraucher, er verrät auch alle
Bauern, die ohne Gentechnik arbeiten wollen, egal ob sie konventionell
oder biologisch produzieren. Eine Koexistenz zwischen dem Anbau von
Gen-Pflanzen und von gentechikfreier Landwirtschaft kann es
längerfristig nicht geben.
Die gesundheitlichen und die ökologischen Risiken von Gen-Pflanzen sind nicht abschätzbar. Ein grundsätzliches Problem ist die Nicht-Rückholbarkeit der einmal in die Umwelt entlassenen genmanipulierten Organismen. Die Herstellung von genmanipulierten Lebensmitteln ist vor diesem Hintergrund nicht zu verantworten.
Der Referent, Klaus Müller, berichtet unter anderem über
- die Methoden der Genmanipulation und den daraus resultierenden Unwägbarkeiten
- die Kennzeichung von genmanipulierten Lebensmitteln und deren Lücken
- die Risiken der Gentechnik für Verbraucher, Landwirtschaft und Natur und
- die aktuelle Debatte um die Aushöhlung des bestehenden Gentechnik-Gesetzes.
Klaus Müller, studierter Mathematiker, arbeitet ehrenmatlich seit fast 20 Jahren bei der Greenpeace Gruppe München. Er ist anerkannter "Gentechnik-Experte", hält Referate und beteiligt sich an Podiumsdiskussionen zu den Themen "Gentechnik in der Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung" und "Patente auf Leben".
Donnerstag, 13. März 2008, 19.30 Uhr – Einlass 19:00 Uhr – Der Eintritt ist frei
Brienner Str. 46 / EG – Vortragssaal der Gregor-Louisoder-Umweltstiftung
U 1 und Tram 20/21 Stiglmaierplatz (3 min zu Fuß) - U 2 Königsplatz (5 min zu Fuß)

