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Job-Chancen extrem stark von Bildung abhängig

von Oliver Randakveröffentlicht 05.09.2008 16:06
Ein schlechter Bildungsabschluss schmälert in Deutschland die Chancen auf einen Job weit stärker als im Durchschnitt der europäischen Länder. Mehr als jeder sechste 25- bis 64-Jährige ohne Berufsausbildung war hierzulande im vergangenen Jahr arbeitslos, teilte das Statistische Bundesamt mit. Nur in Tschechien und der Slowakei sind mehr Menschen mit niedrigem Schulabschluss arbeitslos.

Die Zahlen für Deutschland bestätigen: Je niedriger der Abschluss, desto geringer die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. In Deutschland waren 17,7 Prozent der Erwerbsfähigen mit einfachem Bildungsniveau - maximal Realschule ohne Berufsausbildung - erwerbslos, aber nur 3,7 Prozent derer, die einen Hochschulabschluss oder eine höhere berufsfachliche Ausbildung vorweisen konnten. Im EU-Durchschnitt waren im vergangenen Jahr 9,2 Prozent der niedrig gebildeten, aber nur 3,6 Prozent der höher gebildeten 25- bis 64-jährigen Erwerbspersonen arbeitslos.

Wo gering Gebildete bessere Chancen haben

Der Vergleich mit den europäischen Nachbarn sowie mit dem EU-Durchschnitt zeigt, dass ein niedriges Bildungsniveau in Deutschland weit häufiger in die Arbeitslosigkeit führt als in anderen Volkswirtschaften. In Griechenland, Luxemburg und Portugal etwa betrug der Abstand zwischen den Quoten für einfaches und hohes Bildungsniveau nur rund einen Prozentpunkt. Das bedeutet, dass das Risiko, arbeitslos zu werden, wenig von der Bildung abhängt. Die Slowakei ist dagegen Schlusslicht der 25 Länder umfassenden Liste: Dort ist das Risiko Arbeitslosigkeit für gering Gebildete mehr als zwölfmal so hoch als für diejenigen mit hoher Bildung.

Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen gehen auf Daten der europäischen Arbeitskräfteerhebung zurück, die nach dem Konzept der International Labour Organization (ILO) bearbeitet sind und damit, so die Statistiker, unabhängig von nationalen Regelungen des Arbeitsmarktes eine internationale Vergleichsmöglichkeit bieten.

 

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