Job-Chancen extrem stark von Bildung abhängig
Die Zahlen für Deutschland bestätigen: Je niedriger der Abschluss, desto geringer die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. In Deutschland waren 17,7 Prozent der Erwerbsfähigen mit einfachem Bildungsniveau - maximal Realschule ohne Berufsausbildung - erwerbslos, aber nur 3,7 Prozent derer, die einen Hochschulabschluss oder eine höhere berufsfachliche Ausbildung vorweisen konnten. Im EU-Durchschnitt waren im vergangenen Jahr 9,2 Prozent der niedrig gebildeten, aber nur 3,6 Prozent der höher gebildeten 25- bis 64-jährigen Erwerbspersonen arbeitslos.
Wo gering Gebildete bessere Chancen haben
Der Vergleich mit den europäischen Nachbarn sowie mit dem EU-Durchschnitt zeigt, dass ein niedriges Bildungsniveau in Deutschland weit häufiger in die Arbeitslosigkeit führt als in anderen Volkswirtschaften. In Griechenland, Luxemburg und Portugal etwa betrug der Abstand zwischen den Quoten für einfaches und hohes Bildungsniveau nur rund einen Prozentpunkt. Das bedeutet, dass das Risiko, arbeitslos zu werden, wenig von der Bildung abhängt. Die Slowakei ist dagegen Schlusslicht der 25 Länder umfassenden Liste: Dort ist das Risiko Arbeitslosigkeit für gering Gebildete mehr als zwölfmal so hoch als für diejenigen mit hoher Bildung.
Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen gehen auf Daten der europäischen Arbeitskräfteerhebung zurück, die nach dem Konzept der International Labour Organization (ILO) bearbeitet sind und damit, so die Statistiker, unabhängig von nationalen Regelungen des Arbeitsmarktes eine internationale Vergleichsmöglichkeit bieten.
