DIW erwartet kräftig steigende Strom- und Gaspreise / Grüne fordern Maßnahmen gegen Spekulanten
Auch beim Strom "werden wir deutlich höhere Preise bekommen", sagte Kemfert. "Die notwendigen Investitionen in die Netze und in erneuerbare Energien werden wir Verbraucher zahlen".
Bärbel Höhn, stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, fordert wegen des hohen Ölpreises Maßnahmen gegen Finanzinvestoren. "Mittlerweile werden bis zu 45 Prozent der Ölvorkaufsrechte von Spekulanten gehalten, das treibt den Preis kräftig", sagte Höhn dem Tagesspiegel am Sonntag. "Über den Daumen kostet der Liter Sprit deswegen zehn bis 20 Cent mehr an den Tankstellen." Höhn fordert deshalb Gegenmaßnahmen. Erstmal sei mehr Transparenz darüber nötig, "wer welche Kaufrechte erworben hat".
Falls das nicht reiche, "muss man über rote Karten für Spekulanten nachdenken, die überhaupt nichts mit dem Ölmarkt zu tun haben".
