Sorge um Arbeitsplätze auf neuem Höchststand
Nachdem der Mutterkonzern von Opel, General Motors, entschieden hat, seine deutsche Tochterfirma Opel doch nicht zu verkaufen, sehen die Deutschen die Bundesregierung als Verlierer im Verhandlungspoker. Gut zwei Drittel (69 Prozent) der Befragten sagen im aktuellen ARD-DeutschlandTrend, die Bundesregierung habe sich von General Motors "über den Tisch ziehen lassen". 20 Prozent finden das nicht. Dennoch fordert die Mehrheit der Deutschen (58 Prozent), dass die Politik auch weiterhin "alles versuchen" solle, um Arbeitsplätze zu retten. 39 Prozent sind der Meinung, die Politik solle sich in solchen Fällen "künftig lieber ganz raushalten".
Die große Mehrheit von 90 Prozent der Befragten findet, man solle sich "nicht immer nur um Opel kümmern", da die "Arbeitnehmer auch in anderen Firmen große Sorgen haben". 91 Prozent der Befragten haben aber Mitleid mit den Opel-Beschäftigten und "Verständnis dafür, wie sie jetzt reagieren".
Datenbasis: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren - Fallzahl: 500 Befragte - Erhebungszeitraum: 04. November 2009 - Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI) - Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe - Fehlertoleranz: 1,9* bis 4,4** Prozentpunkte * bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50%
Quelle: ARD Das Erste
