ASB räumt Minen in Kroatien
Das Auswärtige Amt unterstützt das Projekt mit 800.000 Euro.
Geräumt wird in den Gemeinden Baranjska, Vukovarsko-Srijemska, Pozesko-Slavonska, Sisacko-Moslavacka und Sibensko-Kninska. "Wir werden uns auf landwirtschaftliche Nutzflächen in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten konzentrieren", erklärt ASB-Projektkoordinator Martin Kunstmann. "So tragen wir dazu bei, dass die Flächen zukünftig wieder für die Landwirtschaft genutzt werden können. Vor allem aber schützen wir Menschen vor den Minen, denn gerade spielende Kinder sind gefährdet, auf die verborgenen Sprengsätze zu treten."
Auch 13 Jahre nach Kriegsende stellt das Minenproblem in Kroatien eine gewaltige Herausforderung dar. Nach Angaben der kroatischen Entminungsbehörde gelten immer noch 900 Quadratkilometer Fläche als vermint. Dieses "Kriegserbe" gefährdet nicht nur das Leben der Menschen, sondern erschwert auch die wirtschaftliche Entwicklung und hindert ehemalige Flüchtlinge an der Rückkehr in ihre Heimat. Deshalb führt der ASB mit Unterstützung der Bundesregierung und der Europäischen Union seit 1998 Entminungsaktionen durch. Nach Abschluss des aktuellen Projekts wird der Arbeiter-Samariter-Bund fünf Millionen Quadratmeter Land entmint haben.
Zu den weiteren Aktivitäten des ASB in Kroatien gehörten in den vergangenen Jahren der Wiederaufbau von Häusern und die Sanierung der Infrastruktur. Aktuell engagiert sich der ASB außerdem beim Aufbau von Strukturen für soziale Dienstleistungen und fördert die nachhaltige Entwicklung der vom Krieg am stärksten in Mitleidenschaft gezogenen Regionen.
Quelle: ASB

