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PR-Ethikrat fordert von "Com+plus" eindeutiges Bekenntnis zu PR-Codices

von Thorsten Schmittveröffentlicht 19.07.2008 09:08
Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) fordert vom PR-Ausbildungsinstitut "com+plus" Auskunft darüber, ob und wie die national und international geltenden PR-Kodices in dessen Lehrpläne einfließen. Grund ist eine Äußerung des "com+plus"-Gesellschafters, Professor Dr. Klaus Merten, wer PR betreibe, habe eine Lizenz zum Täuschen.

Merten wird in diesem Sinne im Handelsblatt vom 9. Juli 2008, unter der Überschrift "Lügen in Zeiten des Internets", zitiert.

DRPR-Vorsitzender Richard Gaul: "Wir können nicht zulassen, dass unter solchen Vorzeichen für den PR-Beruf ausgebildet wird." Die PR-Codices fordern unter anderem, dass PR-Schaffende transparent machen, für wen sie arbeiten und dass sie die Wahrheit keinem anderen Gut unterordnen. Sollte "com+plus" nicht nachweisen können, dass diese Regeln als verbindlich vermittelt werden, wird der DRPR nicht nur eine Rüge aussprechen, sondern darüber hinaus die gemeinsame Prüfungs-organisation (PZOK) der Kommunikationsverbände BdP, GPRA und DPRG auffordern, dort keine Prüfungen zum PR-Berater mehr zuzulassen. Es sollten dann auch keine Zertifizierungen von Ausbildungsgängen mehr durchgeführt werden. Gaul: "Unser Berufsethos verbietet Täuschung ausdrücklich".

Quelle: DRPR



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