85 Prozent der Internetapotheken versenden ohne Rezept
Von den 15 Prozent, die ein Rezept verlangten, war die Hälfte mit einem Fax zufrieden - ohne zu berücksichtigen, dass ein Rezept mehrfach gefaxt werden kann. Auch wurde nicht kontrolliert, ob die Arzneimittel von Minderjährigen geordert wurden. Die CASA-Mitarbeiter untersuchten den Versand von Arzneimitteln mit Abhängigkeitspotenzial. Dazu gehörten verschiedene starke Schmerzmittel wie Fentanyl, Schlaf- und Beruhigungsmittel wie Benzodiazepine oder Barbiturate sowie Stimulantien wie Amphetamin. CASA untersucht seit 2004 Internetapotheken und kam in den letzten Jahren zu ähnlichen Ergebnissen. "Die Studie zeigt, dass im Internet verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rücksicht auf Suchtgefahr oder Nebenwirkungen verramscht werden. Das Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Verbraucherschutz", so Magdalene Linz, Präsidentin der Bundesapothekerkammer.
Quelle: ABDA


