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Microsoft bläst zur Offensive gegen Apple

von Oliver Randakveröffentlicht 10.07.2008 17:28
“I’m a mac…. and I’m a PC” - von dieser Apple-Kampagne, die PC-Usern die Berührungsängste mit dem Mac nehmen sollte, fühlt sich Microsoft gehörig auf den Schlips getreten: Die Apple-Spots seien zu einem Gutteil für das schlechte Image von Windows Vista verantwortlich.

Jetzt möchte Microsoft die Message der Apple-Kampagne “berichtigen” - die Spots hatten stets Typen von Computer-Usern gegenübergestellt, die sich entlang der Werte progressiv/konvervativ, hip/altbacken; user-friendly und intuitiv/bürokratisch und kompliziert die Apple- und PC-Lager ironisch auf die Schippe nahmen, in erster Linie natürlich das PC-Lager. Dem unterstellt die Kampagne, nur aus purer Gewohnheit beim PC-System zu bleiben - wer jung, flexibel, aufgeschlossen und markenbewusst konsumiert, wählt hingegen den Mac.

Micorsoft-Sprecher wie Brad Brooks werfen Apple eine “einseitige” Weltanschauung vor, vor allem der Slogan “es ist entweder der iWay oder der Highway” stößt dem Softwareriesen auf: Während Microsoft an Software arbeite, die “mit dem gesamten Leben” kompatibel sei, versuche Apple sein geschlossenes System durchzusetzen. Interessant ist dieser Vorwurf deshalb, da das Betriebssystem Windows von den Konsumenten offenbar mit dem PC gleichgesetzt wird - ansonsten hätte Micorsoft von den Kampagenen kaum einen Imageschaden davontragen können. So offen wie Microssoft das kommuniziert, ist die PC-Welt also auch nicht.

Die Schuld am Vista-Desaster sucht Microsoft offenbar nicht im eigenen Produkt - und in der Tat verliert der Software-Riese seit zwei Jahren Windows-Marktanteile bei Betriebssystemen an Apple. So liegt die Vermutung nahe, dass Microsoft jetzt seit längerem schwelende Image-Problemen Rechnung tragen muss. Bisher konnte sich nur kein Anbieter der Konkurrenz als formidable Alternative positionieren. Das ist Apple mit den “I’m a Mac”- Spots sicherlich gelungen - mit kräftiger Unterstützung von Windows Vista.


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