WAZ: Verteilung von Geldauflagen
Das Düsseldorfer Landgericht hatte sie unter tausenden Bewerbern als Begünstigte ausgewählt - die meisten von ihnen werden es als eine Art Lottogewinn gefeiert haben. Die Summen, über die die Staatsanwälte und Richter bei der in Deutschland seit rund 30 Jahren gängigen Geld-Verteilung verfügen, lassen aufhorchen. Weil damit latent der Verdacht einer möglichen Bevorzugung von Einrichtungen im Raum steht, zu denen die juristischen Wohltäter möglicherweise eine Beziehung pflegen. Dieser hohen Verantwortung, inklusive der permanenten Gefahr entsprechender Vorwürfe, müssen sich die Richter stellen - bislang gibt es keinen Anlass, dieses bewährte und karitative Verfahren zu ändern.
Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (von Norbert Robers)

