Rheinische Post: Bomben in China
Sie hat aus diesem Grunde 100 000 Sicherheitskräfte aufgeboten, die jede Störung schon im Keim ersticken sollen. Das zeigt aber auch die Größe des Problems. Wo Menschen unterdrückt und verfolgt werden, und das sind in China nicht wenige, rumort es. Die Betroffenen sehen die Chance, die Nöte ihrer Volksgruppen jetzt der Welt vor Augen zu führen. Schlimm wird es, wenn sie dies nicht friedlich tun. In gut drei Wochen wird die Welt nach Peking schauen, wenn die Jugend der Welt ihr Stelldichein bei den Olympischen Spielen feiert. Doch es widerspricht dem Geist von Olympia, wenn diese Spiele zu Hochsicherheitsspielen werden. Die Berichte über Unruhen und Attentatsversuche bei den Uiguren häufen sich. Wie Peking mit den Tibetern umsprang, ist nicht vergessen. Chinas Führung wird nervös, denn sie weiß, dass der Terror nicht unbedingt in Peking stattfinden muss.
Quelle: Rheinische Post (von Godehard Uhlemann)


