Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Berichte Meinungen / Kommentare Neues Deutschland: zur Freilassung der Geiseln in der Türkei
Navigation
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail und zusätzlich die Chance haben monatlich tolle Sachpreise zu gewinnen? Dann tragen Sie sich hier ein:
Anzeige
 
Artikelaktionen

Neues Deutschland: zur Freilassung der Geiseln in der Türkei

von Thorsten Schmittveröffentlicht 22.07.2008 07:44
Die drei von einer PKK-Gruppe entführten deutschen Bergsteiger sind frei und seit gestern wieder in ihrer Heimat. Worauf weiter gewartet werden muss, ist eine Erklärung, ob die deutsche Politik aus dem Geschehen irgendwelche Konsequenzen ableitet. Oder soll das »Weiter so!«, man liege völlig richtig in der Einstufung der PKK als terroristisch, schon alles gewesen sein?

Niemand hat ernstlich erwartet, dass das Auswärtige Amt den von den Entführern geforderten öffentlichen Kotau vor der PKK vollführt. Aber wäre es nicht angebracht, wenigstens jetzt ein kritisches Wort an die Türkei zu richten? Deren Kurden-Politik - sofern die dort Herrschenden überhaupt akzeptieren, dass es Kurden und nicht nur »Bergtürken« gibt - ist gerade jetzt, im Machtkampf zwischen den sogenannten gemäßigten Islamisten der Regierung Erdogan und den Laizisten in der Generalität, weit abgekommen von der einst versprochenen demokratischen Lösung der Kurden-Frage. Der grüne Europa-Abgeordnete Özdemir erklärte gestern, es gebe in der PKK »eine kriegsmüde Fraktion, die den Frieden suche, und eine bewaffnete Fraktion, die den Kampf fortsetzen« wolle. Wenn das so ist, dann haben zuletzt sowohl die Rivalen in Ankara mit ihrem chauvinistischen Säbelrasseln, aber auch Berlin und andere EU-Wortführer wenig bis nichts dafür getan, die »friedensuchende Fraktion«  zu stärken.

Quelle: Neues Deutschland


Powered by Plone CMS, the Open Source Content Management System

Diese Website erfüllt die folgenden Standards: