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Liebe geht DOCH durch den Magen: Da hast Du den Salat!

Archivmeldung vom 15.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt. Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Grafik: Herbert Jost-Hof
Grafik: Herbert Jost-Hof
Mit der Erotik ist das so eine Sache: Geht sie verloren, dann hilft auch der intensivste Sex auf die Dauer nicht. Glücklicherweise kann man sie mit etwas Phantasie wiederbeleben. Und wer sagt denn, dass Salat nur zum Essen da ist …?

Da liegt er vor Dir - rund, grün, frisch. Hätte er einen Mund, würde er Dich vermutlich jetzt ermunternd anlächeln. Jedenfalls stellst Du Dir das so vor. Aber ein Kopfsalat hat nun eben keinen Mund, zumindest nicht außerhalb von Kinderbüchern … Halt! Stopp! Dummer Gedanke, denn er hat Dir gerade klar gemacht, wie Du Dich fühlst: Ein wenig kindisch. Oder sogar SEHR kindisch. Und diese Erkenntnis überhaupt zuzulassen, ist in jedem Fall kontraproduktiv. Also Schluss damit!

Im Gegenteil: Was Du tun willst, ist eine TOLLE Idee. Eine GANZ TOLLE Idee. Du musst nur daran glauben, dann funktioniert auch alles. Das stand in der gleichen Zeitschrift, in der auch der Artikel war, der Dich überhaupt auf diese Idee gebracht hat.
Du gibst Deinem frisch ondulierten und frisierten Haar von unten zu beiden Seiten Deines Kopfes einen kleinen Stoß mit den Fingerspitzen. Du siehst KLASSE aus. Der Anfang ist also gemacht. Nun geht es nur noch darum, diesen Salatkopf in Szene zu setzen … und damit Dich.

Zunächst hatte es Dich geärgert, dass Du trotz Deines Termins beim Friseur hattest warten müssen. Aber dann hatten sie Dir einen wirklich leckeren Latte Macchiato serviert und Dir dieses sündteure Hochglanzmagazin in die Hand gedrückt, um Dich zu versöhnen. Was auch tatsächlich funktionierte.
Du blättertest neugierig in der Stars-und-teure-Sachen-Postille. Und da war plötzlich dieser Artikel von einer Frau in Deinem Alter, die … naja, zunächst einmal irgendwie ganz und gar nicht wie Du aussah. Nicht wirklich jünger. Eigentlich nur anders. Künstlicher vielleicht, irgendwie geometrisch und auf feine Art bunt im Gesicht, das nicht mehr ein einziges Fältchen hatte. Trotzdem – und das überraschte Dich nun wirklich – hatte sie doch tatsächlich das Gefühl gehabt, für ihren sehr teuren und ebenso geometrisch aussehenden Mann mit gezupften Brauen und am Reißbrett entworfenem Schnäuzer nicht mehr attraktiv zu sein. Ja – und die bunte Dame sprach ganz offen darüber – ihr Intimleben hatte irgendwann die Autobahn der Leidenschaft verlassen und war in einer Sackgasse aus körperlichen Routinen hängengeblieben. Nicht auszudenken! Fast wie bei Dir und Karl-Heinz! Oder zumindest hattest Du den Eindruck, es müsste sich um das gleiche Phänomen gehandelt haben … wenn auch der geometrische Schnäuzer schon ein wenig anders aussah und sich auch etwas anders verhielt als Dein Ehemann, wie Du der Beschreibung entnehmen konntest.

Was Dich aber noch sehr viel mehr verblüffte als diese unerwartete Parallele zwischen Deiner Vorstadtexistenz und dem glamourösen Dasein einer millionenschweren Gattin in Los Angeles war die Lösung, die jene dauerlächelnde Dame im fernen Amerika für diese Situation gefunden hatte. Sie hatte ihrem Ehemann eines Abends ein Kerzen-Dinner mit Sushi serviert, letztere drapiert auf ihren nackten Körper. Und fürderhin lief die Beziehung zwischen dem geometrischen Paar wieder rund.
Das hatte Dich beeindruckt. Leider hattest Du dann erst einmal die Lektüre dieser wirklich lebensklugen Zeitschrift aufgeben müssen, weil nun Dein Platz vor dem Spiegel und bald auch unter der Haube frei geworden war.

Die Redseligkeit von Tina, der Friseurin, hatte Dich ein wenig aus dem Takt gebracht und an diesem Tag genervt, denn irgendwie hattest Du gespürt, dass diesen Artikel zu lesen ein Wink des Schicksals gewesen war. Also wolltest Du in Ruhe darüber nachdenken. Was Dir dann auch endlich gelang, als die kuschelig-warme Trockenhaube über Dich gestülpt wurde.
Um beschäftigt auszusehen und Tina davon abzuhalten, eventuell weiter auf Dich einzureden, nahmst Du wieder das Magazin zur Hand und begannst, darin zu blättern. Doch Deine Gedanken waren ganz woanders …

Sushi …, nein, das war definitiv nichts, was Du Karl-Heinz vorsetzen könntest. Matjes mit Pellkartoffeln – okay. Aber Sushi – nein. Und der Gedanke von Kartoffeln und Fisch auf Deiner Haut war Dir nun wirklich nicht angenehm. Außerdem seid Ihr ja nicht in Amerika und schon gar nicht in Hollywood.
Zudem: In Eurer Wohnung ist nirgendwo ein Platz, wo Du Dich hättest für Karl-Heinz drapieren können, egal unter Zuhilfenahme welchen Essens auch immer. Mit Ausnahme der Badewanne oder des Bettes, aber beides kam für Dich nicht in Frage. Essen gehört einfach nicht ins bad. Und auch nicht ins Schlafzimmer … die Fortsetzung dieses Gedankens, die sich damit befasste, ob es denn auf Deine oder eines anderen Menschen nackte Haut gehört, konntest Du gerade noch rechtzeitig ausblenden.

Deine Augen glitten über die schönen, höchst farbfrohen Seiten des Journals. Ein Fernsehkoch offerierte ein Salatrezept – gesund, frisch und mit so wenig Kalorien, dass sich das Zählen nicht lohnte. Da, genau an dieser Stelle hattest Du diesen Geistesblitz. Und dann war da dieser kurze Artikel über die Kraft des positiven Denkens, was – da bist Du sicher – das nächste Zeichen war.

So weit die Vorgeschichte. Da bist Du nun mit Deinem Kopfsalat. Der Zeitpunkt ist gekommen, Deine Idee in die Tat umzusetzen: Du wirst einen Salat-Bikini schneidern und Deinen Ehemann damit überraschen. Das ist grün, das ist frisch, das ist … in jedem Fall mal etwas Anderes. Etwas wirklich GANZ Anderes. Das sollte wirken.
So nimmst Du das Gemüse in die Hand und betrachtest es von allen Seiten. Die Blätter dieses Dings sollten wirklich groß genug sein. Welche Körbchengröße hat ein durchschnittlicher Kopfsalat? - Egal, denn glücklicherweise hattest Du auf dem Markt einen gefunden, der alles andere als durchschnittlich war.

Vorsichtig werden die Blätter entfernt. Die sind wirklich GROSS. - Du gehst hinaus in den Flur und stellst Dich vor den Spiegel der Garderobe, die Blätter gegen Deine Brüste gedrückt. Aber so geht das nicht. Also ziehst Du die Bluse aus. Das vermittelt schon einen besseren Eindruck. Du könntest die riesigen grünen Dinger an Deinen BH nähen … Nein, irgendwie … - Du drehst Dich nach rechts und nach links - … irgendwie … nein. Nein. NEIN. - Wirklich nicht.
Ohne den BH also …

Hm … Um nicht zu sagen: HMM …!

Nicht nur Dein Gesicht hat keine Ähnlichkeit mit der buntgemalten Dame aus dem Magazin. Dein Körper sieht auch ganz anders aus als ihrer, so … normal.
Die Blätter erscheinen groß genug … Wenn Du sie unten ein wenig einrollst, kannst Du vielleicht ein Polster einnähen … ein Wondersalatbra … aus der Wondersalatbar … Du lächelst. Aber nur kurz. Dann legst Du BH und Bluse wieder an, als könnte Dich jemand sehen, wie Du ins Schlafzimmer gehst, die grüne Wolle und Deine dickste Stopfnadel holst und mit all dem und den riesigen Blättern wieder in die Küche zurückkehrst. Hier stehst Du nun und überdenkst die Konstruktion noch einmal …

Einige Stunden später: Es hat Karl-Heinz geschmeckt. Erstaunlicherweise sagt er das sogar. Und besonders lobt er den Salat. Dabei hast Du ihn schließlich doch – nach etwa einer halben Stunde wenig erfolgreicher Versuche, Dich in den Olymp der Lagerfelds hinaufzunähen – so zubereitet wie immer, denn leider hattest Du Dir das Rezept aus der Zeitschrift nicht merken können. Nur etwas mehr Pfeffer hast Du diesmal hinzugegeben. Schließlich ist das ein Scharfmacher. Und vielleicht wirkt er schon … ein wenig … Jedenfalls fasst Karl-Heinz Dich um die Hüfte, als Du ihm das Kompott aus Eingemachtem servierst.
Ganz aufgegeben hast Du die Idee mit dem Salat-Bikini noch nicht. Musst Du ja auch nicht. Die Saison fängt ja gerade erst an ...

Text von Herbert Jost-Hof

Passend zur Kolumne von Herbert Jost-Hof folgen hier nun zwei Rezepte, eines davon vegan.

Feigensalat mit Ziegenkäse

Rezept für 4 Portion
Zutaten

8 Feige(n), frische, geschält
1/2 Kopf Salat (Kopfsalat)
200 g Käse (Ziegenkäse)
3 EL Olivenöl
1/2 EL Balsamico
1 TL Honig
1/2 TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

In einer Schüssel Pfeffer, Honig, Essig und Olivenöl gut vermischen, bis der Honig sich aufgelöst hat. Die Feigen vierteln. Den Kopfsalat waschen und auf einen Teller legen.

Die Feigen auf den Salatblättern verteilen und den Ziegenkäse darüber zerbröseln und das Salatdressing darübergießen. Dazu passt Knäckebrot, Baguette. Ein idealer Sommersalat.

Arbeitszeit: ca.20 Min.

Kisir (türkisches, kaltes Rezept mit frischem Kopfsalat)

Rezept für 10 Portion
Zutaten

500 g Couscous
1 1/2 Liter Wasser, lauwarm
600 ml Grenadine
5 Spritzer Zitronensaft
2 Dose/n Tomatenmark
100 ml Öl, (Sonnenblumenöl)
1 Bund Petersilie, glatte, frisch
2 Bund Lauchzwiebel(n)
1 großen Kopfsalat

Zubereitung:

Zuerst nehmen wir eine sehr große Schüssel mit viel Platz und geben den Couscous hinein, gießen das Wasser dazu und vermengen alles gut. Ca. 15 Minuten quellen lassen.
Tomatenmark, Grenadine (Granatapfelsirup) und das Sonnenblumenöl auf das aufgequollene Couscous geben. Jetzt müsst ihr die Masse schön mit der Hand durchkneten, bis alles schön rot ist. Es sollte nicht blass ausschauen, sondern kräftig rot.
Die frische, glatte Petersilie muss natürlich gründlich gewaschen und sehr fein gehackt werden. Die Lauchzwiebeln auch gründlich waschen und in kleine Ringe schneiden.
Zum Schluss das Gemüse untermischen, ebenfalls ein paar Spritzer Zitronensaft und kaltstellen.

Mir persönlich schmeckt mein Kisir am nächsten Tag um so besser.
Den Kopfsalat putzen (Blätter ganz lassen) und gründlich waschen. Jetzt könnt Ihr euren Kisir in ein Blatt Kopfsalat rollen oder auch nur etwas rein geben und essen.
Es ist sehr erfrischend und lecker!

Tipp:
Granatapfelsirup (Grenadine) bekommt ihr im türkischen Geschäft. Achtet darauf, dass ihr nicht Granatapfelsauce kauft, sondern Granatapfelsirup. In der Regel ist es dickflüssig, aber es gibt auch sehr flüssigen. Der Dickflüssige ist am besten und es muss ein Sirup sein. Die Sauce ist nämlich süß und Sirup ist säuerlich.
Arbeitszeit: ca.20 Min.

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